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Die östliche Sandalgarve (Sotavento - Leeseite) erstreckt sich etwa zwischen Faro und der spanischen Grenze, die im Süden Portugals durch den Rio Guadiana gebildet wird. Sie ist weit
weniger dem rauhen Atlantikwetter ausgesetzt, als der Westteil der Algarve, lange Sandstrände und ein ausgeprägtes Lagunensystem kennzeichnen diesen Abschnitt des Litoral.
Wir beginnen unser Programm zunächst in den Ruinen von
Milreu, einer römischen Sommerresidenz reicher Familien aus Faro, die noch heute Gegenstand archäologischer Ausgrabungen ist. Villa und Reste eines Thermalbades sowie
der einer frühchristlichen Basilika regen die Fantasie an. Insbesondere die (spärlichen) Überbleibsel von Mosaiken mit Fischmotiven weisen darauf hin, dass ein Meerwesen als
Schutzgottheit hier verehrt wurde. Trotz unterschiedlich alter Überbauungen lassen sich auch für den Laien etliche interessante Zusammenhänge erkennen, der am
Eingang erhältliche deutschsprachige Lageplan erleichtert dieses Verständnis ganz erheblich.
Tavira ist unser nächstes Ziel, ein hübsches beschauliches Städtchen, das an diesem Sonntag viel Ruhe ausstrahlt. Wir können noch einem kleinen Teil des Sonntagsgottesdienstes in
der Igreja Santa Maria de Castello mit Diskretion beiwohnen, verhältnismäßig viele Schwarze, offensichtlich Einwanderer aus den ehemaligen portugiesischen Kolonien, besuchen die Messe.
Der gleich nebenan liegende Garten im ehemaligen maurischen Kastell bietet - von den ihn umgebenden Mauern aus - einen hübschen Blick über die Stadt. Auch ohne moderne technische
Mittel und andere Maßnahmen sind in dem überschaubaren Ort verlorengegangene Mitreisende innerhalb vertretbarer Zeit wiederzufinden...
Nicht versäumen
sollte man einen Besuch der modernisierten Markthalle von Tavira, direkt am Rio Gilao gelegen. Kleine Cafes und Geschäftchen strömen viel Atmosphäre aus, eine Mittagspause
bei frühlingshaften Temperaturen läßt uns den rauhen Winter zu Hause vergessen.
Unsere heutige Wanderung führt uns schließlich an den Rio
Guadiana, in die Nähe von Almada de Duro. Auf dem Weg zum Fluß begegnet uns ein Ziegernhirte mit seiner Herde, die lustigen Tierchen sind nicht gar nicht scheu, eher sogar etwas
frech. Entlang des Guadiana geht es zum kleinen Dörfchen, von wo aus wir die Rückfahrt nach Alte beginnen.
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