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Am Beginn unseres heutigen Ausflugs in die Region der mittleren Algarve um Faro steht ein Besuch der bekannten Azulejos-Kirche Igreja de Sao Lourenco (Lourenco Assada...).
Von außen wirkt sie sehr schlicht, sehenswert ist sie wegen ihres außergewöhnlichen Kachelschmuckes - der blau-weißen Azulejos (“kleine Kacheln”), die zusammengenommen
großformatige Darstellungen aus dem Leben des Heiligen wiedergeben. Jetzt - in der Nebensaison - haben wir genügend Zeit, die Szenen zu studieren, bevor die nächste Gruppe eingelassen wird.
Das wirtschaftliche und politische Zentrum der Algarve ist Faro. Der
Flughafen bildet gleichsam das Einfallstor für die nord- und mitteleuropäischen Touristen (man darf jedoch nicht vergessen, dass die Spanier die mit Abstand bedeutenste Gruppe der ausländischen Touristen der
Algarve ausmachen). Wir unternehmen einen Bootsausflug durch den Naturschutzpark Ria Formosa (der Lagune vor Faro) und machen ein Mittagspicknick auf der Illha Deserta. Da gerade Ebbe ist, sehen wir Muschel-
und Krebstiersucher überall bis zu den Waden im Schlick stehen.
Faro selbst besitzt eine reizvolle Altstadt, Ausgangspunkt unseres Spazierganges ist der Largo da Se mit der Kathedrale. Nur noch kleine Reste der ehemals gotischen Kirche sind nach den Zerstörungen des Erdbebens von 1755, das
auch Lissabon zerstörte sind erhalten. Sie wurde übrigens - wie an der Algarve auch an anderen Stellen zu beobachten - über den Resten einer Moschee erbaut.
Storchennester sind überall in der
Stadt zu sehen, die kleinen Gässchen mit Boutiquen und anderen Geschäften erhalten dadurch einen besonderen Reiz. Als Wahrzeichen Faros gilt der im Stil der italienischen Renaissance
gestaltete Arco da Vila (natürlich mit Storchennest), am davorliegenden Jardin Manuel Bivar geniessen wir schließlich noch einen portugiesischen Kaffee.
In die Beschreibung der Region
passt ebenfalls ein Abstecher nach Armacao de Pera, früher ein kleines Fischerdorf, heute ein touristisches Zentrum mit einem kilometerlangen feinsandigem
Strand. Dieser und die in Richtung Westen liegende Steilküste mit bezaubernden Buchten und einem schönen Klippenweg lassen die unansehnliche Hochhauskulisse vergessen, die das Stadtbild abgibt.
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