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Die waldreiche Gegend um Monchique ist das Ziel unseres heutigen Ausflugs. Der Gebirgszug, dessen Hauptort Monchique bildet, grenzt die Algarve gegen den nördlich gelegenen Alentejo
ab. Eukalyptus- und Korkeichenwälder umgeben den ca. 450 m hoch gelegenen Ort, der für einen Schnaps aus den Früchten des Erdbeerbaumes, den “Medronho” bekannt ist.
Wir wandern nordwestlich durch den Wald. Zunächst vorbei an
vielen Korkeichen, später im jungen Eukalyptuswald. Die alle neun Jahre zu schälenden Korkeichen tragen die Endziffer des letzten Schäljahres aufgepinselt. Die Korkindustrie jedoch ist in
den Norden Portugals abgewandert, die Rinde selbst wird dorthin transportiert. In Silves besuchen wir später am Tag ein kleines Museum, das sehr hübsch die traditionelle Verarbeitung des
Korkes demonstriert und interessante Informationen zur Geschichte des Korkes liefert.
Einige Kilometer südlich von Monchique liegt Caldas de Monchique - ein Trinkkurort, dessen Thermalwasser gegen allerlei Unpässlichkeiten helfen soll. Das etwas heruntergekommene Kurzentrum wird offensichtlich gerade
restauriert, nachdem sich ein mutiger Investor gefunden hat.
Die obligatorische Fahrt zum nahegelegenen höchsten Punkt der
Algarve dem Foia-Gipfel (902 m) darf natürlich nicht fehlen - leider haben wir jedoch NULL-Sicht, sodass es sich noch nicht einmal lohnt, im dichten Nebel auszusteigen. Angeblich eine
überwältigende Sicht bis hin zum Cabo de Sao Vicente...
Silves, die geschichtsträchtige alte arabische Hauptstadt der
Algarve steht am Nachmittag auf dem Programm. Am Rio Arade gelegen sieht man ihm heute seine frühere Bedeutung kaum noch an, einzig die mächtige Festung lässt ahnen, dass einst
selbst das mächtige Sevilla und Cordoba neidvoll auf die damals etwa mit 40000 Bewohnern große Stadt - Xelb blickten. Dank seiner Lage, schon die Phönizier unterhielten hier eine
Handelsniederlassung, wurde es im 8. Jh. Zentrum der arabischen Kultur, die neben künstlerischen Leistungen und der hochentwickelten Medizin auch die noch heute zu erkennenden
Bewässerungssysteme an die Algarve brachten. Xelb wurde von Dichtern und Musikern wegen seiner prunkvollen Paläste und Gärten besungen, angeblich sei es schöner als
Granada gewesen. Diese Blütezeit ging Ende des 12. Jahrhunderts zu Ende, nachdem die Portugiesen mit Unterstützung der Kreuzritter unter zunächst Sancho I. und
einige Jahre später - das Kriegglück wechselte mehrfach - unter Dom Afonso III. die Stadt und den Landstrich zurückeroberten. Mit dem Abzug der Araber setzte jedoch auch der Niedergang
der Stadt ein, die Verlandung des Rio Arade und der Wegfall des Handels mit Nordafrika tat sein Übriges, 1577 schließlich wurde der Bischofssitz nach Faro verlegt und Lagos wurde Hauptstadt der Algarve.
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Monchique.com: Monchique: ausführliche touristische Informationen, teilweise etwas baufälliger Zustand, in
englischer Sprache
Portugiesisches Institut für Ökologie (INPECO): Monchique, unfangreiche Informationen über sanften Tourismus in der Region um Monchique, in
deutscher Sprache
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