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Die Pyramiden von Giza
Die Pyramiden von Giza sind Ziel Nr. 1 des
Ägyptenbesuchers, vermutlich jedes Schulkind dieser Erde kennt diese monumentalen Gebäude und sehnt sich an diesen Ort. Nur 14 km außerhalb Kairos erheben sie sich aus dem Wüstensand, in ihrer gesamten Größe als
menschliches Bauwerk praktisch unübertroffen.
10 Millionen Tonnen Stein ragen in den Himmel, noch immer ist nicht zweifelsfrei geklärt, wie diese ungeheuerlichen Massen mit
einfachsten Geräten von den ägyptischen Bauern (vornehmlich eben nicht Kriegsgefangenen oder Sklaven) errichtet wurden - vermutlich jedoch mit Hilfe einer Spiralrampe.
Die Pyramide (2551-2528 v. Chr.) ist mit 146 m die höchste der drei großen Pyramide auf dem Giza-Plateau. Sie besteht aus 2,3 Millionen Steinquadern zu je etwa 2,5 t Gewicht. Die Pyramide
des Chephren (2520-2494 v. Chr.) scheint sogar noch etwas höher zu sein, doch verdankt sie dieses ihrem erhöhten Standort, mit 136,5 m ist sie tatsächlich etwas kleiner. Die Pyramide des
Mykerinos (2490-2472 v. Chr.) ist die kleinste der drei (62 m hoch). Allerdings besaß sie früher nicht wie die beiden größeren Pyramiden eine Kalksteinplattenverkleidung, sondern eine aus
besonders hartem Granit. Damit dürfte der gesamte Arbeitsaufwand für das Errichten mindestens so hoch gewesen sein, wie für die größeren Pyramiden.
Alle drei Pyramiden sind auch innen zu besichtigen, wobei das Innere der Cheops Pyramide mit Abstand am interessesten ist.
Man darf jedoch außer Stein und schlechter Luft nicht viel erwarten, teilweise muss man sich in dem niedrigen und schmalen Gang kriechend vorwärts bewegen. Beeindruckend ist
vor allem die Große Gallerie, ein hoher aufwärtsführender Korridor, der sich nach oben hin verjüngt. Der Sargraum selbst ist völlig schmucklos, der geöffnete Sarg als solcher nicht besonders
erwähnenswert. Derzeit werden vormittags und nachmittags jeweils ein bestimmte Zahl (100 oder 150 ??) Eintrittskarten ausgegeben, danach ist das Besucherkontingent erschöpft.
Praktisch alle Pyramiden sind selbst nur ein Teil einer ganzen Grabanlage, die aus einem Komplex von Bauten besteht. Diese dienen in erster Linie dem Totenkult, jedoch auch bereits vor der
Beisetzung der Mumifikation und Reinigung sowie anderer ritueller Handlungen (z.B. der “Mundöffnung”). So existiert überall ein sogenannter Taltempel am Übergang zwischen dem Niltal und der Wüste (sozusagen als
Eintritt in das Reich der Toten), weiter ein Aufweg und ein kleinerer Verehrungstempel, der unmittelbar neben der Pyramide steht. In ihm werden nach der Bestattung Opfergaben niedergelegt und der
regelmäßige Kult betrieben.
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Der Sphinx
Der oder die Sphinx ist ein Überbleibsel des Steinbruches, von dem ein Teil der Steine für die Cheopspyramide gewonnen wurden. Sie vereint Königshaupt und Löwenkörper und bewacht den Eingang des Pyramidenfeldes.
Die so charakteristische Verstümmelung der Figur geht auf frühen Vandalismus zurück: die Nase wurde ihm angeblich von türkischen Kanonieren im Übermut abgeschossen und die Briten
entführten seinen Knebelbart ins Britische Museum.
Umfangreiche Sanierungen wurden letztmals in den 90er Jahren vorgenommen, da Grundwasser die Sandsteinfigur arg bedroht hatte.
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Das Sonnenboot
1954 wurde direkt an der Südseite der Cheopspyramide eine großes Holzboot entdeckt, das eine Grabbeigabe des Königs darstellte. Zerlegt in über 1200 Teile fand es sich nahezu unverändert unter dicken
Steinplatten. Das 43 m lange und 5,66 m breite Boot wurde ausschließlich aus den vollständig gefundenen Teilen zusammengesetzt, wobei nur ganz wenige Kupferstifte als Nägel
dienten. Die meisten Teile ließen sich mit Seilen so zusammenfügen, daß sie das Schiff in Form hielten. Im Wasser würde durch Quellung eine ausreichende Dichtigkeit erreicht.
Das Sonnenboot ist in einem modernen Anbau an der Pyramide zu besichtigen, der Rundgang beginnt im Erdgeschoss, wo die Fundstelle und eine Vielzahl interessanter Bilder zu sehen sind und führt dann
spiralig um das Boot herum - bis man von oben einen guten Einblick ins Innere hat.
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