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Die Stufenpyramide des Djoser
Die Stufenpyramide des Djoser gilt als erster monumentaler Steinbau der Menschheit. Fachleute sind sich einig, daß bereits
dieser Bau eine Vollkommenheit in Aufbau und Ausführung zeigt, wie sie in der weiteren Baugeschichte kaum mehr erreicht wurde. König Djoser aus der 3. Dynastie beauftragte seinen Wesir und
“Universalgelehrten” Imhotep mit dem Bau seines Grabmals. Die Pyramide als solche ist nur ein Teil der Gesamtanlage, die von
einer Umfassungsmauer umgeben ist. Ein Teil dieser Mauer mit Nischen und Scheintoren ist rekonstruiert und bildet den Eingang zum Innenhof des Komplexes.
Die Pypramide selbst hat eine Höhe von knapp 60 m und gliedert sich in 6 Stufen, die über einer Mastaba - die ursprüngliche For m des Grabes errichtet sind. Heute zerbröseln
die Steine, da die ursprüngliche Verkleidung nicht mehr vorhanden ist. Die unterirdischen Grabräume sind heute nicht mehr zugänglich, allerdings ist es möglich, durch zwei Löcher in
den Statuenraum mit der Nachbildung der Ka-Statue des Königs Djoser zu blicken. Die Löcher dienten ursprünglich dem verstorbenen König dazu, in seiner neuen Verkörperung
“Kontakt” zur Aussenwelt aufzunehmen - beispielsweise Speiseopfer entgegen zu nehmen. Ein Rundgang um die Pyramide führt am Haus des Südens und Haus des Nordens
vorbei, die nur Scheingebäude sind. Sie repräsentieren die Administration von Ober- und Unterägypten. Von der nordwestlichen Ecke des Areals hat man - erhöht auf
Scheinterassen stehend - einen schönen Blick bis zu den Pyramiden Giza.
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Mastaba des Ti
Nördlich des Djoser Komplexes befinden sich verschiedene Gräber, von denen die Mastaba des Ti und die Mastaba des Ptahhotep die bedeutendsten sind.
Die Mastaba des Ti stammt aus der Zeit der 5. Dynastie und zeigt nahezu alle klassischen Motive, die das Grabmal eines Verstorbenen im Alten Reich typisch waren. Ti selbst war Großgrundbesitzer und ein hoher
Beamter und entsprechend reich ist seine Anlage ausgestattet - und sehr gut erhalten. Man betritt einen heute unterhalb des “Sandplateaus” liegenden Pfeilerhof, von dem aus ein schmaler Gang vorbei an einer
Seitenkammer zur Grabkapelle führt. Drei Sehschlitze erlauben einen Blick in den Serdab (Keller), in dem die Ka-Statue des Verstorbenen stand und von da aus zusehen konnte, wie beispielsweise Angehörige
Opferspeisen darbrachten. Die auch hier vorhandene Scheintür in der Kapelle diente dem Toten zum Eintritt in die Welt der Lebendigen.
Insbesondere die Wandbilder der Grabkapelle “zählen zum Schönsten, was an Wandbildern aus dem alten Ägypten überkommen ist, und verdienen eingehende Würdigung. Wie alle guten ägyptischen Innenreliefs
sind sie sehr flach, fangen den Blick nicht durch lautes Gebaren, sondern erschließen sich nur dem, der sich mit Geduld versenkt und sie Linie für Linie mit dem Auge nachzeichnet” (Brunner-Traut). Unbedingt eine
starke Taschenlampe mitnehmen.
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Mastaba des Ptahhotep
Die Mastaba des Ptahhotep ist ein wenig jünger als die des Ti, sie stammt jedoch ebenfalls aus der 5. Dynastie. Sie wurde für den Wesir Achethotep und seinen Sohn Ptahhotep errichtet, dessen besser erhaltene
Räume ihr den Namen gaben. Auch hier sind die hervorragend erhaltenen, teilweise noch gut in ihren Farben erhaltenen Reliefs besonders sehenswert. Es werden regelrecht Geschichten aus dem Alltag erzählt, die sehr
gut das Leben im Alten Reich wiederspiegeln (in einer Strichzeichnung hier zu sehen - lange Ladezeit!)
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Grab des Mereruka und Pyramide des Teti
In der Nähe der Stufenpyramide des Djoser befinden sich beinahe unzählige weitere Grabstätten und kleinere Pyramiden. In der Nähe der schon sehr verfallenen Pyramide des Teti liegt die Mastaba des
Mereruka aus der 6. Dynastie. Sie ist mit ihren 32 Räumen und Gängen eine der größten Grabanlagen des Alten Reiches. Fast muß man befürchten, sich in dem Labyrinth zu verlaufen. Besonders sehenswert
die große Opferkammer, in der der Verstorbene zum Empfang der Opfer aus der Wand hervortritt. Gleich daneben liegt die Mastaba des Kagemni, die ebenfalls besichtigt werden kann.
Die Pyramide des Teti ist für den sehr ”fortgeschrittenen” Besucher durch die wieder restaurierten und nur ganz selten vorzufindenden Pyramidentexte interessant.
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Memphis
Nur wenige Kilometer östlich von Sakkara liegt die älteste Hauptstadt des vereinten Ägyptens, gegründet um 3000 v. Chr.. Noch im 12. Jhd. zeigten sich Reisende fasziniert von den Schätzen der alten Metropole:
“die Fülle der Wunder von Memphis verwirre den Verstand” (zitiert nach Brunner-Traut). Die Bautätigkeit im mittelalterlichen Kairo machte jedoch kurzen Prozess mit dieser Pracht: alles brauchbare wanderte in
Paläste, Moscheen und Privathäuser und nur einige wenige Objekte befinden sich noch vor Ort. Dazu gehört neben einem großen Alabastersphinx sicherlich eine nun liegende Monumentalstatue von
Ramses II., die innerhalb eines schützenden Hauses zu besichtigen ist. Ganz typisch sind die unzähligen Namenskartuschen des selbstherrlichen Königs zu erkennen, die überall auf der Statue
angebracht wurden: zu oft hatte er selbst Namenszeichen auf älteren Monumenten ausschlagen lassen und durch sein eigenes ersetzt.
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Interaktive Panoramabilder
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360 Grad Panorama des Areals der Stufenpyramide des Djoser in Sakkara
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Weiterführendes
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Jacques Kinnaer, Saqqara - City of the Dead: äußerst detaillierte Informationen über das gesamte Ausgrabungsgelände, englischsprachig
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