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Timeline - Geschichte in Parallelen 1600 - 1699

Ägypten Algarve Kampanien Marokko Mexiko Rajasthan Rheingau Sizilien Thailand Zypern
Ägypten
Ägypten ist im Osmanischen Reich eine äußere Provinz. Das Lehnssystem der Mamlucken bleibt erhalten erhalten, das Land muß jedoch alle Überschüsse an die Hohe Pforte abliefern.
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Algarve
Johann II., Herzog von Braganca (Joao IV) vertreibt 1640 die Spanier, Restaurationskriege wüten in der Grenzregion am Guadiana. Die Dynastie
der Braganca herrscht von nun an bis ins 20. Jhd in Portugal.
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Kampanien
Herrschaft der spanischen Vizekönige im Königreich Neapel und Sizilien. Blütezeit des neapolitanischen Barocks. Die Pest wütet in Kampanien.
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Marokko
Am Beginn des 16. Jh. schmilzt die Herrschaft der Saadier auf die Stadtgebiete Fes und Marrakech zusammen, erstarkende Bruderschaften
(Zaouiyas) und rebellierende Piraten (viele der vertriebenen Moriscos aus Spanien lassen sich in Rabat und Salé als berühmt-berüchtigte Seeräuber
nieder) machen ihnen die Macht streitig. Marabouts (fromme Männer) üben auf verschiedene Stämme großen Einfluß aus, insbesondere der Stamm der Alaouiten (dieses Geschlecht regiert bis zum heutigen Tag) bedrängt die
letzten Saadier. Die Alaouiten leiten ihre Herkunft von Mohammed ab, gelten also als Scherifenfamilie mit hohem Ansehen. Stammvater ist Moulay Ali
Cherif, dessen Grab in Rissani heute noch Pilgerort ist. Unter Moulay er Rachid erobern sie schließlich ganz Marokko, unter Moulay Ismail festigt sich
ab 1672 die Alaouitendynastie endgültig. Die Residenz wird nach Meknes verlegt. Bekannt wird er durch ein stehendes Söldnerheer von 150000 Mann, das regelrecht durch “Züchtung” von Sklaven aufgebaut wird. Weitere
Geschichten sagen ihm einen Harem von 500 Frauen und mehr als 1000 Nachkommen nach. Das 1661 von Briten besetzte Tanger und auch Medhia und Larache werden befreit, die Piratenrepubliken wieder untergeordnet.
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Mexiko

Rajasthan
1605 tritt Jahangir die Nachfolge Akbars als Mogulherrscher an. Als letztes Rajputen-Fürstentum muss sich 1615 Mewar dem Mogul unterwerfen. Unter
seinem Nachfolger Shah Jahan entfaltet sich am Hof ein unermeßlich prächtiges Leben in größtem Luxus. Für seine - bei der Geburt des 14. Kindes gestorbene - Frau läßt er eines der großartigsten Grabmäler der Erde
errichten, das Taj Mahal. Seine Vorliebe für Architektur - man kann es auch Bauwut nennen - führt jedoch zur finanziellen Schwächung des Staates. Schließlich wird Shah Jahan von seinem Sohn Aurangzeb (1618-1707) in
Agra festgesetzt und bis zu seinem Tod gefangengehalten. Vorher entledigt sich Aurangzeb - in gewohnter Mogul-Manier - von seinen Mitbewerbern um
den Thron, allesamt Brüder und Neffen. Am Ende des 17. Jh. beginnt nun der Niedergang der Mogulherrschaft, nicht zuletzt aufgrund der langen Abwesenheit Aurangzebs aus den nördlichen Provinzen und seiner äußerst
antihinduistischen Politik.
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Rheingau
Der 30-jährige Krieg macht dem “geruhsamen Genießen des Wohlstandes, der in Bauten wie dem Hilchenhaus in Lorch, der Brömserburg in Rüdesheim,
in stattlichen Fachwerkbauten und Grabdenkmälern Ausdruck fand” ein Ende. 1631 wird der Rheingau von König Gustav Adolf von Schweden erobert. In dem darauffolgenden Hin und Her von Überfällten, Durchzügen
und schweren Kontributionen leidet der Rheingau sehr. 1644 kommen die Franzosen - sie sind mit den Evangelischen verbündet - ins Land, als sie 1689
abziehen zerstören sie unter anderem die Mauern von Eltville sowie Burg Ehrenfels.
  
Sizilien

Thailand
Mit dem Beginn des 17. Jh. kommen regelmäßig Europäer nach Siam und Ayutthaya. Unter König Narai (1656-1688) erreicht diese Entwicklung einen
Höhepunkt, es wird klar, daß die Ziele nicht nur der Handel, sondern zunehmend auch militärischer Art sind. Die bereits im 16. Jh. verzeichneten Kriegszüge gegen Burma halten auch unter Narajs Herrschaft mehr oder
weniger erfolglos an, auch sein Versuch, Chiang Mai und Lampeng von der Burmesischen Herrschaft zu befreien, mißlingt. Nach dem Tod Naraj wird der
unter seiner Herrschaft aufgestiegene Günstling Phaulkon, ein griechischer Abenteurer, gestürzt und hingerichtet und die Franzosen gezwungen, ihre
Militäreinheiten zurückzuziehen. Siam entzieht sich nun dem europäischen Einfluß für lange Zeit. Ayutthaya ist die “goldene Stadt”, der Sammelpunkt thailändischer Kultur.
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Zypern
Osmanische Herrschaft auf Zypern. Wirtschaftlicher Niedergang der Insel. Durch Ansiedlung von anatolischen Bauern und ehemaligen Soldaten
entstehen türkische Siedlungsgebiete, die sich nur selten mit der “griechischen” Bevölkerung der Insel vermischen. Das heutige Zypernproblem entsteht bereits zu dieser Zeit. Ab 1660 wird der Erzbischof
als Sprecher des griechisch-orthodoxen Bevölkerungsteils von der Türken anerkannt. Die begründet ebenfalls die Dualität von weltlicher und kirchlicher Macht auf Zypern bis in die heutige Zeit.
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