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Timeline - Geschichte in Parallelen 1700 - 1799

Ägypten Algarve Kampanien Marokko Mexiko Rajasthan Rheingau Sizilien Thailand Zypern
Ägypten
Schon bald nach dem Ende des “Goldenen Zeitalters” verfällt das Osmanische Reich zusehends. Hierunter leidet auch die Ägyptische Provinz. Faktisch
erlangen die Mamlucken als Statthalter der Hohen Pforte in Kairo ihre Macht wieder. Doch das Land ist in erbarmungswürdigem Zustand, als nach fast
300 jähriger türkischer Herrschaft am 2.6. 1798 Napoleon Bonaparte mit seiner Flotte vor Alexandria erscheint und Ägypten mit Europa in Berührung
gebracht wird. Die türkische Armee wird von Napoleons Soldaten innerhalb kürzester Zeit vertrieben, seine eigene Flotte jedoch bereits am 1. August von den Engländern unter Nelson vernichtet. Drei Jahre später muß
Napoleon kapitulieren und Ägypten wieder verlassen.
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Algarve
Die Algarve wird - wie Lissabon - 1755 durch ein schweres Erdbeben getroffen. Faro wird ab 1756 anstelle Lagos Hauptstadt der Algarve.
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Kampanien
Nach dem Tod des spanischen Königs Karls II. übernehmen die österreichischen Habsburger den Thron in Neapel. 1735 tritt Kaiser Karl VI.
im Frieden von Wien Neapel an den Bourbonen Karl von Spanien ab. Diese beginnen eine an den französichen Absolutismus angelehnte Herrschaft. 1738 werden großangelegte systematische Ausgrabungen am Vesuv
gegonnen: Herkulaneum und Pompeji werden neu entdeckt. Die Funde verschwinden in den bourbonischen und anderen privaten Kunstsammlungen. Ein Aufstand (Parthenopäische Republik) gegen die
Bourbonenherrschaft endet mit dem Tod fast der gesamten Aristokratie Neapels.
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Marokko
Prachtvolle Herrschaft der Alaouiten unter Moulay Ismail bis zu dessen Tod 1727. Danach Zusammenbruch und anarchische Zustände für über 30 Jahre. Unter Moulay Slimane Stabilisierung der Macht.
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Mexiko

Rajasthan
1707 stirbt mit Aurangzeb der letzte bedeutenden Mogulherrscher. Die Rajputenfürstentümer gewinnen ihre Unabhängigkeit zurück. Sie gelangen
jedoch nun unter Druck des indischen Clans der Marathen aus dem Gebiet um Puna.
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Rheingau
Das Gewerbewesen wird durch Zunftordnungen geregelt, der Weinhandel befreit sich aus “den Fesseln der öffentlichen Weinmärkte” - der letzte findet
1726 statt. Auch die an ihrer Stelle versuchten Preisbindungen werden 1753 aufgehoben. Holländische, belgische und andere Händler des Niederrheins gewinnen gegenüber den früher dominierenden Kölner Weinhändlern an
Bedeutung, Frankfurt und Mainz werden zu einem bedeutenden Umschlagplatz für Rheingauer Wein. Dieser entwickelt sich - notgedrungen nach Absatzschwierigkeiten - zu einem “Qualitäts-” Wein, schlechte Lagen
werden aufgegeben. Das alte Rheingauer Landrecht wird mit der Publikation eines allgemeinen kurzmainzischen Landrechtes 1756 aufgehoben, der Verwaltungsaufbau wird 1770 dem der übrigen Verhältnisse angepasst. Der
Rheingau wehrt sich in vielen Bereichen, überliefert ist u.a. die militärische Auflösung der Widersetzlichkeit gegen die Einführung deutscher Gesangsbücher in Rüdesheim im Jahr 1787. Das Rheingauer Gebück,
natürliches Bollwerk gegen feindliche Angriffe wird ab den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts dem Verfall preisgegeben (erkennbar und datierbar noch
heute bei Hausen). Nach dem Aussterben der mächtigen mittelalterlichen Geschlechter treten neue Familien auf: von Ingelheim, Langwerth von Simmern, von Eltz, von Schönborn, von Ostein, Ritter von Groenesteyn, von
Zwierlein u.a.. Als einzige mittelalterliche Familie bleiben die Greiffenclau auf Vollrads bei Winkel bestehen.
  
Sizilien

Thailand
Die schon 150 Jahre andauernden Streitigkeiten mit den Burmesen halten auch in der ersten Hälfte des 18. Jh. an. Ayutthaya wird zunehmend
prächtiger. 1766/67 findet diese Blüte durch die Belagerung und schließlich die Einnahme der Stadt durch die Burmesen ein jähes Ende. Die völlige
Plünderung, Zerstörung und der Tod von fast 1 Million Einwohnern überleben nur ein kleiner Trupp von Soldaten, die unter ihrem Heerführer Phaya Tak
(Taksin) nach Thonburi bei Bangkok gelangen. Von dort führt er sie nach Norden, einigt die nach der Zerstörung Ayutthayas zersplitterten Fürstentümer und schlägt die Burmesen 1775 endgültig zurück. In Thonburi
entsteht eine Anzahl bedeutender Klöster, das bekannteste ist Wat Arun. Nicht zuletzt wegen des vorgeblichen Größenwahns wird Taksin 1782 entmachtet. Einer seiner Heerführer, Chao Phraya Chakri besteigt den Thron
als Rama I. und begründet die bis heute herrschende Linie der Chakri-Dynastie. Er verlegt die Hauptstadt an das gegenüberliegende Ufer des Menam Chao Phraya - Bangkok entsteht.
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Zypern
Osmanische Herrschaft auf Zypern. Lebensstandard und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Insel befinden sich auf einem Tiefpunkt, da sowohl der
Führer des griechischen Bevölkerungsteils, der Erzbischof, als auch die von den Türken eingesetzten Verwalter (Dragoman, er kaufte sich in Instanbul
bei der “Hohen Pforte” die Steuerpacht über die Insel) hohe Abgaben von Bauern und Handwerkern forderten und nichts zur Entwicklung der Insel beitrugen. Durch die Veränderung der Weltmachtverhältnisse - Aufstieg der
westeuropäischen Länder und Abstieg des Osmanischen Reiches - gerät Zypern aus den wichtigen Handelsrouten.
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